Hauptinhalte

Praxisforum Nahversorgung

"Nahversorgt" - Initiativen zur Versorgung auf dem Lande

16. Juni 2011, Burgwiesenhalle Bommersheim, Oberursel

In vielen kleinen Ortsteilen ist die Nahversorgung in Gefahr oder schon nicht mehr vorhanden. Der letzte Laden, die Poststelle oder die letzte Gaststätte haben den Betrieb aufgegeben.

Das Praxisforum zeigte anhand von vier Beispielen, wie es gelingen kann, auch in kleinen Orten die Nahversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs zu sichern. Die Beispiele haben unterschiedliche Konzepte. Sie reichen von der Zusammenarbeit einer Einzelhandelskette mit einer sozialen Einrichtung und der Kommune, über einen im Verein geführten Dorfladen und genossenschaftlich organisierte Läden bis hin zum kleinflächigen Laden eines selbständigen Kaufmanns in Kooperation mit einer Lebensmittelhandelsgesellschaft. Die Läden sichern nicht nur die Lebensmittelversorgung vor Ort, sie bieten auch Dienstleistungen an und sind Treffpunkt für alle. Sie erhalten „Leben“ im Dorf – ein Stück Lebensqualität.

Wenn ein Laden aufgebaut werden soll, muss das passende Konzept für eine tragfähige Lösung gefunden werden, denn die Rahmenbedingungen sind in jedem Ort anders. Im Praxisforum wurden Erfahrungen ausgetauscht und Tipps weiter gegeben werden, die für den Aufbau eines Ladens von Nutzen sind.

Downloads der Präsentationen

"Lädchen für alles" -  das Nahversorgungskonzept der Firma tegut
Knut John, tegut

Ein Beispiel: "Unser Lädchen für Alle(s)", Oberweser-Gieselwerder
Hildegard Gunkel-Becker, Ortsvorsteherin

Der Dorfladen Bromskirchen mit Markttreff in Somplar
Karl-Friedrich Frese, Bürgermeister der Gemeinde Bromskirchen

Zwei Beispiele für Dorfläden auf Genossenschaftsbasis:
"Unser Dorfladen" Gottwollshausen und Gailenkirchen
Manfred Wagner, Genossenschaft Unser Dorfladen e.G.

Die Genossenschaft als Organisationsform regionaler Wertschöpfung
Prof. Dr. Wolfgang George, GenoPortal, Gießen

Um's Eck - ein Nahversorgungskonzept der LHG und
ein Beispiel: Um's Eck, Servicemarkt mit Herz in Weißbach
Bernd Weykopf, LHG Lebensmittelhandelsgesellschaft mbH & Co Betriebs KG
Ilonka Hess, Einzelhändlerin

Wanderausstellung "Lebensqualität im Ländlichen Raum"

Das Hessische Wirtschaftsministerium stellt die Wanderausstellung „Lebensqualität im ländlichen Raum - nah und versorgt“ zum Verleih zur Verfügung. Sie kann beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen bezogen werden.
Es wird keine Leihgebühr erhoben. Ein Vertrag bezüglich der Haftung für Schäden ist erforderlich.

Ansprechpartnerin für terminliche Absprachen zur Ausleihe:
Tanja Fuchs, Tel.: 0611 815-1766 oder Email: tanja.fuchs@umwelt.hessen.de

Weitere Informationen, LINKS und Downloads

Dorfladen-Netzwerk
Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden e.V.

Nahversorgungsatlas für Nordhessen und Marburg
IHK Kassel-Marburg, 2014
Übersicht über Nahversorgungseinrichtungen in den Orts- und Stadtteilen im ländlichen Raum

"Nahversorgung in ländlichen Räumen"
Bundesministerium f. Verkehr, Bau u. Stadtentwicklung (BMVBS), 2013
Die Studie, die durch das von-Thünen-Institut erstellt wurde, analysiert die Ausgangssituation der Nahversorgung im ländlichen Raum, zeigt Handlungsmöglichkeiten, Erfolgsfaktoren, Unterstützungsangebote und Förderprogramme sowie internationale Erfahrungen in Projekten zur Sicherung der Nahversorgung auf. Sie schließt mit Handlungsempfehlungen.

Tante Emmas Enkel
"Nahversorgung und Begegnung im Werra-Meißner-Kreis: Eine Erfolgsgeschichte"
Bericht zum Modellvorhaben der Raumordnung "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft" des BMVBS und BBSR im Werra-Meißner-Kreis

 

 

 

 

Quelle Foto Dorfladen: Fa. Tegut
Quelle Foto Skateboarder: © Marc Darkin / fotolia.com

Quelle übrige Fotos: HA Hessen Agentur GmbH