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Praxisforum Willkommen auf dem Land

Willkommen auf dem Land - Wege in einen neuen Alltag

18. November 2015, Bürgerhaus Romrod

Die Dokumentation des Praxisforums
können Sie hier öffnen.

Flüchtlinge sollen in Hessen eine neue Lebensperspektive erhalten. Daran arbeiten viele Menschen in Hessen mit, in den Verwaltungen der Kreise und Städte, in den Arbeitsämtern und Jobcentern, in Schulen und Unternehmen. Ehrenamtler in Vereinen und Initiativen nehmen sich der Flüchtlinge an. Aus der großen Zahl guter Beispiele wurden sechs im Praxisforum vorgestellt:

Zwei Projekte zielen auf Integration durch Ausbildung: Hier lernen Flüchtlinge die Arbeitswelt in der neuen Heimat kennen, die Menschen und ihre Sprache, aber auch Landschaft und Sehenswürdigkeiten. In Mittelhessen wirken dafür Unternehmen, Landkreise, IHK und Arbeitsagentur zusammen.

Auch viele Vereine und Einzelpersonen unterstützen Flüchtlinge dabei, Wege in einen neuen Alltag zu finden. Im Praxisforum stellten sich Initiativen vor, die helfen den Hauptschulabschluss zu erwerben, gemeinsamen Sport zu treiben oder zu kochen. So werden Kontakte geknüpft und neuer Mut geschöpft. Flucht und Angst künstlerisch und kreativ verarbeiten – auch das ist ein Weg in eine neue Zukunft. Die szenische Darstellung des Projekts "Fliehkräfte - life without differences" aus Biedenkopf zeigte eindrucksvoll, wie das gelingen und andere wachrütteln kann.

Der Hessische Städte-und Gemeindebund rundet die Berichte ab und stellte weitere Ansatzpunkte zur gesellschaftlichen Integration in hessischen Kommunen vor. Der Einführungsvortrag informierte über wichtige Grundlagen für Integration durch Ausbildung und Arbeit.


Die zur Veröffentlichung freigegebenen Präsentationen können hier abgerufen werden:

Downloads zur Veranstaltung

Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung und Arbeit
Dr. Carola Burkert, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), Frankfurt am Main

VOICE - Miteinanderkultur mit Flüchtlingen im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Rainer Flohrschütz, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Andrea Martin, KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf

Gesellschaftliche Integration - Modelle aus hessischen Kommunen
Karl-Christian Schelzke, Hessischer Städte- und Gemeindebund

Interkulturelle Öffnung eines Sportvereins
Wolfgang Ochs, VfL Bad Wildungen

Weitere Informationen

Geflüchtete Menschen in Deutschland - eine qualitative Befragung
IAB-Forschungsbericht 9/2016, Hrsg: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Befragt wurden mehr als 120 Geflüchtete und 26 Experten. Ihre Antworten geben erste Anhaltspunkte für die Beantwortung folgender Fragen: Warum mussten die in den letzten drei Jahren nach Deutschland gekommenen Geflüchteten ihre Heimat verlassen, warum haben sie Deutschland als Zielland ausgewählt? Was bringen sie im Hinblick auf Bildung, Ausbildung und andere Fähigkeiten mit? Welche Einstellungen, Werte und Vorstellungen von einem Leben in Deutschland haben sie? Welche Voraussetzungen haben sie für eine Integration in Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Gesellschaft und auf welche Hürden treffen sie?

Wettbewerb 2015 „Menschen und Erfolge – In ländlichen Räumen willkommen!“
Hrsg: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn, 2016
Neben einer Analyse der Wettbewerbsbeiträge enthält die Broschüre die Beschreibung von sieben guten Beispielen für unterschiedliche Wege zur die Integration von Flüchtlingen in die Dorfgemeinschaft.

Hessische Initiative „Gemeinsam aktiv für die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt - Perspektiven für Menschen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Hessen“
Die Initiative verfolgt das Ziel, Flüchtlinge schnell in den hessischen Arbeitsmarkt zu integrieren. 13 Partner haben sich anlässlich des Asylkonvents auf einen umfassenden Maßnahmenkatalog verständigt. Er soll den schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und Rahmenbedingungen für Schlüsselqualifikationen wie dem Spracherwerb verbessern.

Refugee-Guide: Gut in Hessen ankommen
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HSM), 2015
Die Broschüre ist eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland. Sie gibt nützliche Tipps und Informationen für Neuankömmlinge aus verschiedenen Ländern. Angeregt wurde sie durch Fragen, die viele Geflüchtete immer wieder stellen. Die Broschüre ist in acht Sprachen erhältlich.

Infobroschüren
„Unterwegs in Deutschland – worauf muss ich achten? Grundregeln des Straßenverkehrs“ und „Fahrradfahren in Deutschland, Die wichtigsten Regeln“
Deutscher Verkehrssicherheitsrat DVR, 2016
Viele der Flüchtlinge kommen aus Regionen, in denen das Verkehrsgeschehen anders ist als in Deutschland. Unkenntnis über die in Deutschland bestehenden komplexen Verkehrsregulierungen können zu unbeabsichtigten Gefährdungen und Missverständnissen führen. Informationsbroschüren informieren über die wichtigsten Verkehrsregeln besonders auch für Radfahrer. Sie stehen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

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Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen
Deutsches Institut für Urbanistik (Hrsg.), Berlin, 2015
Die umfangreiche Sammlung von online-Quellen des DIFU soll Kommunen bei der Suche nach Informationen rund um das Thema Flüchtlinge und Asylsuchende unterstützen. Die Online Publikation behandelt die Themen Arbeitsmarktintegration, Unterbringung, Bildung, Mobilität, Fremdenfeindlichkeit u.a. Die enthält Links zu Institutionen, Broschüren, Studien, Statistiken, Presseartikeln u.a. Sie wird stets weiter aktualisiert.

Zuwanderung – Chance und Aufgabe
Deutsche Vernetzungsstelle Ländlicher Raum, LandInForm 4/2015
Einerseits drohen auf dem Land Fachkräftemangel und Leerstand. Andererseits ist günstiger Wohnraum vorhanden. Zuwanderung ist somit eine Aufgabe und eine Chance. In der Broschüre werden die kommunalen Aufgaben im Zusammenhang mit der Zuwanderung thematisiert und gute Beispiele aufgezeigt, wie Integration gelingen kann – in der Gemeinde und in Betrieben.

Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt
Praxis-Leitfaden für Unternehmen
Charta der Vielfalt, 2015
Das Interesse von Unternehmen, Flüchtlinge zu beschäftigen und auszubilden, ist groß. In der Broschüre sind wichtige Informationen rund um Ausbildung und Beschäftigung zusammengefasst: darunter rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen für einen Zugang zum Arbeitsmarkt, Erfolgsfaktoren zur Integration, praktische Handlungsempfehlungen sowie Kontakte und Adressen von Netzwerken, die bei Fragen weiter helfen können.

Arbeit und Ausbildung für Asylsuchende erleichtern
– aber auch Rückkehr von abgelehnten Antragstellern in die Heimatländer durchsetzen
Positionspapier der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (vhu), 2015
Die große Zahl der Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in Deutschland Schutz suchen, stellt uns vor große Herausforderungen. Im Positionspapier werden 12 pragmatische und alltagstaugliche Ansätze vorgestellt, mit denen Zuwanderer mit einer guten Bleibeperspektive möglichst rasch in Bildung, Arbeit und unsere demokratische Grundordnung eingebunden werden können.

Familien aufs Land!
Teil 1 und 2, empirica paper Nr. 228 und 230, 2015
In den Veröffentlichungen werden Optionen analysiert, wie die Zuwanderer mittel- und langfristig untergebracht werden können, darunter auch die Wiedernutzung von Wohnungsleerstand auf dem Land. In Teil 2 werden Möglichkeiten beschreiben, wie Zuwanderer so untergebracht werden können, dass sowohl die Wohnqualität möglichst hoch, die Kosten dafür möglichst niedrig und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration möglichst gut gestaltet werden. Basis sind Schätzungen zu Alters-, Familien-, und Haushaltsstrukturen der Zuwanderer.

Flüchtlinge und andere Migranten am deutschen Arbeitsmarkt: Der Stand im September 2015
Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), 2015
Die Publikation benennt aktuelle Zahlen der Zuwanderung nach Deutschland – auch im Hinblick auf die Qualifikations- und Beschäftigungsstruktur.

Asyl und Asylbewerber: Wahrnehmungen und Haltungen der Bevölkerung 2014 - Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage
Robert Bosch Stiftung, 2014
Die Studie gibt Antworten auf die Frage, wie Asylsuchende von der deutschen Bevölkerung wahrgenommen werden und wie denen gegenübergetreten wird, die bei uns humanitären Schutz suchen. Ein positives Ergebnis ist: 66 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Asylbewerber persönlich zu unterstützen, unter anderem durch Sachspenden sowie ehrenamtliche Hilfe. Zudem geht gut ein Drittel der Bevölkerung davon aus, dass Deutschland von der Arbeitskraft von Asylbewerbern profitieren könne. Der Vergleich mit früheren Umfragen ergab, dass Deutschland heute gegenüber Asylsuchenden und Flüchtlingen offener ist, als dies vor rund 20 Jahren der Fall war.

Interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur in strukturschwachen ländlichen Regionen - Ein Handbuch für Kommunen
Schader-Stiftung (Hrsg.), 2014
Die Handreichung gibt Tipps für Kommunen, die ihre Attraktivität für Neuzuwanderer erhöhen und die Teilhabechancen bereits dort lebender Migrantinnen und Migranten zu verbessern wollen. Dafür werden konkrete Handlungsempfehlungen mit anschaulichen Beispielen guter Praxis gegeben.

Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel
Abschlussbericht Forschungs-Praxis-Projekt, 2014
Das Projekt entstand als ein Kooperationsvorhaben zwischen der Schader-Stiftung, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Neben dem o.g. Handbuch liegt ein umfangreicher Abschlussbericht vor, der die Ergebnisse der zweijährigen wissenschaftlichen Begleitforschung und das für die Kommunen angebotene Seminar- und Coachingkonzept beinhaltet. Er enthält neben einer umfangreichen Analyse der örtlichen Potenziale auch zahlreiche Gute-Praxis-Beispiele und Handlungsempfehlungen.






Quelle Fotos:

Ausbildung: Rittal GmbH & Co.KG

Skateboarder: © Marc Darkin / fotolia.com