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Praxisforum Chancen der Digitalisierung für ländliche Räume

Praxisforum "Gut vernetzt - Chancen der Digitalisierung für ländliche Räume"

15. August 2018
Technologie- und Tagungszentrum Marburg
Software-Center 3, 35037 Marburg

Die Dokumentation des Praxisforums können Sie hier öffnen.

Wie kann Digitalisierung helfen, ländliche Räume attraktiver zu machen? Schließlich spielen Entfernungen bei der Online-Kommunikation keine Rolle mehr und bestimmte Berufe können unabhängig vom Arbeitsort ausgeübt werden. Es stellt sich die Frage, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologien auf dem Land genutzt und vernetzt werden können, um den ländlichen Raum attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.

Die Beiträge im Praxisforum zeigten, wie kluge Entwicklungsstrategien und neue Formen des modernen Zusammenarbeitens Chancen für mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum bieten. Sie zeigten auch, wie digitale Medien die Partizipation an der Kommunalentwicklung verändern können. Bei Bauleitplänen oder Leitbildprozessen werden sie eingesetzt, um Planungen der Kommune zu diskutieren oder Ideen für die Aufwertung des Ortes zu sammeln. Die Entwicklung schreitet rasant voran und wir fragen uns: Wie sieht die digitale Zukunft für unsere Dörfer und Städte auf dem Land aus?

Das Praxisforum gab Anregungen dafür, wie die Chancen der Digitalisierung genutzt werden können, um im ländlichen Raum neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Zur Pressemeldung

Downloads zur Veranstaltung

Online-Beteiligung in der Stadtentwicklung
Stefan Groß,
Stadtumbaukoordinator, Stadt Lampertheim

Innenentwicklung mit Bürgern und Stückseigentümern
Prof. Dr.-Ing. Joachim Linke,
Technische Universität Darmstadt

Arbeiten im Hessenbüro
Karsten Pflock,
Referent, Hessisches Ministerium der Finanzen

"Schreibtisch in Prüm" - Coworking Space in ländlichen Regionen
Annika Saß,
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.

Breitband sichert Arbeitsplätze und Lebensqualität
Marius Schwabe,
Geschäftsführer Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG)

Bürgerbeteiligung 2.0: Chancen und Grenzen digitaler Mitwirkung
Theresa Steffens,
Abteilungsleiterin Digitale Bürgerbeteiligung, wer I denkt I was GmbH

Weitere Informationen

Smart Cities – Explorative Studie zu rechtlichen Fragen der digitalen Transformation der Kommunen
Studie im Auftrag der BBSR
In der Studie werden mögliche rechtliche Hemmnisse, Handlungsspielräume und Lösungswege für die Kommunen werden aufgezeigt, um Kommunen auf dem Weg zu einer Smart-City zu unterstützen. Behandelt werden die Themenfelder Kommunalwirtschaftsrecht, Rechtsformwahl, Vergaberecht, Datenweitergabe und Daseinsvorsorge.

ERUDITE
Neun Partner-Regionen aus Frankreich, Kroatien, Ungarn, Irland, Schweden und Finnland entwickelten nachhaltige Geschäftsmodelle für die Einführung digitaler Services gemeinsam mit vielen Akteursgruppen.

Smart Country
Wie kann die Digitalisierung helfen, den demografischen Wandel zu meistern und Regionen attraktiv zu halten? Es gibt bereits Kommunen, die mit digitalen Lösungen strukturschwache oder ländliche Regionen aufwerten. Der Blog verschafft positiven Beispielen Sichtbarkeit und soll zum Nachmachen motivieren. Träger ist die Bertelsmann Stiftung.
>> Projektbeispiele

Digital leben auf dem Land
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V., 2019
Was bedeutet Digitalisierung für einen Ort? Was kann sie bewirken? Warum soll sie vorangetrieben werden? Antworten auf diese Fragen gibt die kleine Broschüre - theoretisch und anhand von zahlreichen guten Beispielen. Mit dem Digital-Check für Gemeinden kann man einschätzen wie der eigene Ort digital aufgestellt ist.

Der Norden ist CoWorkLand!
Die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein erforscht mit dem Projekte CoWorkLand die Bedingungen, unter denen neues Arbeiten in innovativen gemeinsamen Arbeitsräumen auf dem Land funktionieren kann. Dazu tourt ein mobiles PopUp-CoWork-Space für ein halbes Jahr durch Orte an der Nordseeküste und im Harzvorland. Durch das temporäre PopUp-Angebot soll festgestellt werden, ob und wie ein Ort für CoWorking geeignet ist.

Zukunft wird vor Ort gemacht
Initiative Stadt.Land.Digital, Berlin, 2018
Die Initiative Stadt.Land.Digital befragte Bürgermeister, Landräte, Personal- verantwortliche oder andere Führungskräfte in Städten, Gemeinden zu kommunalen Digitalisierungsstrategien. Sie kommt zu dem Schluss, dass Digitalisierung und Intelligente Vernetzung auf kommunaler Ebene große Fortschritte gemacht haben.  Schwerpunkt der Digitalisierung ist das kommunale „Kerngeschäft“, die öffentliche Verwaltung. Doch immer mehr Städte und Gemeinden nehmen auch Handlungsfelder wie Mobilität, Bildung, Energie und Gesundheit in ihre Digitalisierungsstrategie auf. Städte und Gemeinden sehen die Digitalisierung als zentrales Instrument, um Herausforderungen in unterschied- lichen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu meistern. Als wichtigste Gründe für das Fehlen einer Digitalisierungsstrategie nennen die Kommunen vor allem „fehlende Expertise“ und „mangelnde finanzielle Ressourcen“.
Neben den Ergebnissen der Umfrage werden in der Studie auch einige Beispiele guter Praxis vorgestellt, die Modellcharakter für andere Kommunen haben können.

Vereinssterben in ländlichen Regionen – Digitalisierung als Chance
Stifterverband, 2018
Vereine in ländlichen Regionen kämpfen besonders häufig damit, neue Engagierte zu gewinnen. Auch ihr Bestand ist damit gefährdet. Andererseits sind sie die „Motoren“ des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Nutzung digitaler Technologien kann dazu beitragen, die Probleme zu überwinden, mit denen Vereine in ländlichen Räumen in ihrer täglichen Praxis konfrontiert sind. Die Leitfrage für Vereine auf dem Land ist, wie sie Digitalisierung für ihre Ziele nutzen können. Die Studie zeigt Rahmenbedingungen auf und beschreibt drei Fallstudien aus der Praxis.

Erkenntnisbericht aus dem Modellprojekt „Schreibtisch in Prüm“ nach dem ersten Betriebsjahr (August 2018)
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V., 2018
Im Juli 2017 wurde mit dem Modellprojekt der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. „Schreibtisch in Prüm“ der erste Coworking-Space im peripheren ländlichen Raum von Rheinland-Pfalz eröffnet. Der Coworking Space befindet sich in einer Leerstandsimmobilie (ehemaliges Kreis- verwaltungsgebäude) im Mittelzentrum Prüm/Eifel. Betreiber ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. Partner sind die Verbands- gemeinde Prüm und der Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm. In dem Bericht werden praktische Tipps zusammengefasst, die anderen von Nutzen sind, die ebenfalls einen Coworking Space im ländlichen Raum einrichten wollen.   

 

 

 

 

 

Quelle Fotos rechts:
Skateboarder: © Marc Darkin / fotolia.com

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